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Das Ostseereizklima aus medizinischer Sicht

Den besonderen Reiz des Meeresklimas spüren die Menschen bei einem Aufenthaltswechsel vom Binnenland zur Küste schon bei einem kurzen Spaziergang in der Brandungszone. Dabei ist es unerheblich, welches Wetter gerade vorherrscht.

Der Einfluss von Witterung und Klima auf den Menschen ist wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt. Bekannt ist, dass nasse Kälte, starker Wind, Hitze, Schwüle und Nebel den Organismus belasten. Es ist auch erwiesen, dass der Aufenthalt in klimatisierten oder überwärmten Räumen die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers auf Dauer schwächt. Gewöhnt sich der Mensch aber an ansteigende Klimareize, können Anpassungsfähigkeit, Spannungskraft und Widerstandsfähigkeit sehr schnell wiedererlangt werden. Als gesicherter Wissensstand der Klimatherapie gilt, dass das Meeresklima mit Sonne und Wind eine heilende Wirkung hat.
Die unterschiedlichen Reize wie Temperaturschwankungen, frische Luft und Sonnenlicht üben ganzjährig einen positiven Effekt auf die Menschen aus. Klimakuren können das Herz- und Kreislaufsystem und die Atmung trainieren. Bronchitis, Asthma, Allergien, Hautkrankheiten, Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen bessern sich, nervöse Erschöpfungszustände werden abgebaut. Besonders der Wind ist ein wichtiger Faktor für die Abhärtung. Durch ihn wird die Hautdurchblutung angeregt und innerhalb von Tagen bis Wochen ökonomisiert, die Wärmeregulation verbessert sich. Das Sonnenlicht mit seiner ultravioletten Strahlung vermag Krankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis zu bessern.

Die Kur an der See sollte dazu genutzt werden, so oft es geht Spaziergänge, Radtouren und Sport an frischer Luft zu unternehmen. Das Erleben der Küstenlandschaft und der offenen See entspannen Körper und Geist. Während der Anpassung an klimabedingte Reize steigert sich die Leistungsfähigkeit, Freude und Spaß fördern das Selbstbewusstsein und befreien von Stress und Überforderungssyndromen.

 

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