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Mutter und Kind Kurklinik
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Unsere kleinen Patienten brauchen daher im besonderen Maße unser aller Geduld und Mitgefühl, besonders wenn Fieber auftritt. "Medikamentenkeulen" gegen die lästigen und quälenden Begleiterscheinungen bei infektiösen Krankheiten sind nicht immer die richtigen probaten Mittel, wenn man die längerfristige gesundheitliche Perspektive des Kindes im Auge hat. Auch wenn das nicht einfach ist müssen die Mütter in solchen Situationen mit ihren Kindern entspannt und unverkrampft bleiben. Das hilft den Kindern, kann aber für die betroffene Mutter den vorübergehenden Verzicht auf die Wahrnehmung der eigenen Kuranwendung bedeuten. Das Haus ist bemüht, in solchen Fällen zu helfen, um die Belastung für die Mutter zu mildern.

Die Mütter sollten ihre erkrankten Kinder nicht zur Aufsicht in den Kindergarten bringen, sie stecken damit andere Spielkameraden an und überfordern die Erzieherinnen. Die beste Pflege erfahren die kranken Kinder in ihren Appartements. Eine konsequente Bettruhe über wenige Tage hilft bei der Gesundung schneller als eine inkonsequente Haltung.


Kurreaktionen

Es gehört zu den Erfahrungen im Kurwesen, dass viele Patienten nach ca. 8 - 10 Tagen eine Zunahme der Krankheitsbeschwerden erleben. Auch nach Beendigung der Kur kann es zu einer Verschlimmerung der Leiden als eine Reaktion auf die vermehrten Reize der Kurtherapie kommen. Das löst nicht selten einen Schock bei den Betroffenen aus. Aber auch das zählt zu den gesicherten Erfahrungen : diese Negativreaktionen werden in den meisten Fällen schon sehr bald von anhaltender Verbesserung abgelöst. Die vorübergehende Verschlechterung des Allgemeinzustandes oder einer spezifischen Krankheit kann medizinisch als gutes Zeichen für die Noch-Reaktionsfähigkeit des Organismus bewertet werden. Reizbehandlungen können nur einen Körper stimulieren, der noch reagieren kann. Die Reiztherapie hat ihre Grenzen, wo die Abwehrkraft des Körpers bereits zu erschöpft ist.

 

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